Nepper, Schlepper, Mogelkom(iker)

Ich staunte nicht schlecht, als ich feststellte, dass freenet aka Mobilcom für Oktober den doppelten Betrag als üblich für meine DSL-Flatrate abgebucht hat (18,61 EUR anstatt 9,95 EUR). Plötzlich wird mir ein „DSL Anschluss 2000″ in Rechnung gestellt, den ich nie bestellt bzw. gewünscht habe.

Also, erst mal die Hotline anrufen:

  • „Tüdel tüdel tüüüüü – Herzlich willkommen bei freenet! Tüdel tüdel….“
  • „Wenn Sie Fragen zu bla haben, drücken Sie bitte die 1″
  • „Wenn Sie Fragen zu blupp haben, drücken Sie bitte die 2″
  • „Wenn Sie Fragen zu Ihrer Rechnung haben, drücken Sie bitte die 3″
  • „Wenn Sie Fragen zu blablupp haben, drücken Sie bitte die 4″

Also gleich mal die „3″ gedrückt.

  • „Leider wurde die Taste nicht erkannt. Bitte versuchen Sie es nochmal!“

Und nochmal die „3″ gedrückt.

  • „Leider wurde die Taste nicht erkannt. Bitte versuchen Sie es nochmal!“

Kann doch nicht sein!? Also nochmal die „3″ gedrückt.

  • „Leider wurde die Taste wieder nicht erkannt. Bei Fragen können Sie uns auch im Internet besuchen. Wir wünschen noch einen schönen Tag. Auf Wiederhören.“

Ich hab das ganze dann nochmal von vorn probiert – Fehlanzeige. Anruf per Handy funktionierte dann. Aber der nette Mann an der anderen Seite der Leitung konnte sich die Buchung nicht erklären. Aber er will man nachforschen – da bin ich mal gespannt. Für mich sieht das ganze extrem nach einer ganz billigen Abzocke aus.

Eigentlich wollte ich ja gar nicht zu freenet, da ich schon vor Jahren negative Erfahrungen mit dieser Firma gemacht habe. Aber leider wurde Lycos (mit denen ich immer sehr zufrieden war) von freenet aufgekauft. Und von dem Tag an gings bergab: Viel schlechtere Verfügbarkeit; keine Möglichkeit mehr, den Vertrag zu wechseln und schlechter Service. Und jetzt noch die Geschichte mit dem „Betrugsversuch“.

Fazit: Finger weg von freenet!

auf dem Kniebrechweg

Kniebrechweg

Gehst Du auf dem Kniebrechweg, brechen Dir die Knie weg.

Ich frage mich noch, ob Kniebrech-Weg oder Knie-brechweg gemeint ist. Entdeckt in Hülben auf der Schwäbischen Alb.

von Schilderwäldern und tiefen Seen

eisglaetteUnser Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat sich was ganz tolles einfallen lassen: Er erleichtert Deutschlands Schilderwald um einige der sinnvollsten Verkehrsschilder und pflanzt als Ersatz einige unsinnige neue Kreationen.

fussgaengerWie auto motor und sport berichtet, werden ab dem 1. September 2009 unter anderem die Schilder „Schnee-/Eisglätte“ „Splitt/Schotter“ und „Fußgängerüberweg“ wegfallen.  Zehn Jahre später fallen dann z.B. „Einbahnstraße“, „schlechter Fahrbahnrand“ und „ungenügend befestigter Seitenstreifen“ weg. Und auch innerörtliche Wegweiser (z.B. zum Bahnhof ) – braucht ja auch kein Mensch.

Um sich zu verewigen, hat Herr Tiefensee sich einige tolle neuen Verkehrsschilder ausgedacht, wie „Parkraumbewirtschaftung“ oder „Durchlässige Sackgasse“.

Ein großer Coup ist dem Minister auch in Sachen Radwegen gelungen: Ab 1. September 2009 gilt hier eine max. zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Bin mal gespannt, wann Herr Tiefensee die ersten Fahrrad-Blitzer aufstellen lässt.

Fazit: Ganz große klasse, Herr Tiefensee! Die Verkehrssicherheit wird runtergeschraubt, indem man Fußgängerwege schlechter kennzeichnet und nicht mehr vor Glätte oder schlechten Straßen warnt. Stattdessen gibts durchlässige Sackgassen und Höchstgeschwindigkeit für Fahrräder.

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radio-tekula ist online!

Nach rund 4 Wochen Vorbereitung ist heute radio-tekula onair gegangen. Dieses Webradio ist der offizielle Nachfolger von radio4us.de, das vor einigen Wochen geschlossen hat. Der Großteil der DJs (wie auch ich) ist nun bei tekula am Start. „tekula“ ist übrigens isiZulu (afrikanisch) und heisst übersetzt „Spass“.

radio-tekula bedient – wie auch radio4us.de – verschiedenste Genres, von Rock und Metal über Reagge/Ska bis hin zu Liedermaching oder auch Trance. Wie unser Vorgängerradio haben auch wir es uns zum Ziel gesetzt, stets moderiert zu senden und via IRC in direktem Kontakt mit unseren Hörern zu stehen.

Wir würden uns freuen, wenn Du mal bei uns reinhörst bzw. im IRC vorbeischaust!

klein aber oho

Auf der Suche nach Tisch und Sofa für meine neue Wohnung (die sich allerdings noch in der Bauphase befindet), habe ich zwei nette Ideen für Tisch und Sofa entdeckt:

Tisch: DB Fletcher Capstan Ilona

Sofa: Flexible Love

deutsche Sprache – schwere Sprache

Umfrage

no comment :)

abgefahren: 16 Jahre Roadtrip

Wer schon ab und an in meinem Blog gestöbert hat wird leicht feststellen, dass ich gerne Reiseberichte lese. Einen der bekanntesten und erfolgreichsten möchte ich heute kurz vorstellen: Abgefahren – In 16 Jahren um die Welt von Claudia Metz und Klaus Schubert.

Die Geschichte…

Metz/Schubert: Abgefahren - In 16 Jahren um die WeltEigentlich wollte das kölner Teenager-Pärchen nur Klaus’ Schwester in Japan besuchen, weil sie es ihr bei ihrem letzten Besuch versprochen hatten. Allerdings kam Klaus die Idee, anstatt per Flugzeug mit einer Enduro von Köln nach Japan zu fahren – quer durch Asien. Schließlich entschließt sich Claudia, sich ebenfalls ein Motorrad zuzulegen und Klaus zu begleiten.

Klaus hat die Reise pinibelst geplant – Tag für Tag, Kilometer für Kilometer. 10 Monate sollte die Reise dauern. So geht es mit flottem Tempo durch Deutschland, Österreich, das ehemalige Jugoslawien, Griechenland in die Türkei und weiter über Iran nach Pakistan, wobei die Fahrt sich zunehmend schwieriger gestaltet. Sowohl die Straßenverhältnisse als auch korrupte Zöllner und Räuber machen ihnen zu schaffen.

Nach der Grenzüberschreitung von Pakistan nach Indien werfen die beiden ihren Zeitplan über Bord: Anstatt Tag für Tag Kilometer herunterzureißen wollen sie sich nun Zeit lassen und nach Lust und Laune weiterreisen. Dabei wollen sie natürlich Länder und Menschen näher kennenlernen – was sie bisher nicht gemacht haben.

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Skulpturenpfad

Durch Zufall bin ich heute auf meine Fotos vom Skulpturenpfad Weinberg-Strümpfelbach gestoßen. Auf diesem kurzen Rundwanderweg durch die Weinberge gibt es rund 40 Skulpturen von Vater Fritz und Sohn Karl-Ulrich Nuss, die über Jahrzente hinweg entstanden sind, zu sehen. Viele weitere befinden sich im Garten des Anwesens, auf Dächern, bei Brunnen oder an anderen ungewöhnlichen Orten.

Leider hat das Wetter damals (September 2008) nicht wirklich mitgespielt – trotzdem hier einige Fotos um euch einen Eindruck zu verschaffen.

eBay streicht Versandkosten

Wie ich soeben bei chip.de gelesen habe, verlangt eBay Deutschland ab 15. Juni 2009 von Verkäufern gratis Versand für folgende Artikelgruppen:

  • Audio & HiFi
  • Foto & Camcorder
  • Computer
  • TV
  • Video & Elektronik
  • Handy & Organizer
  • PC- & Videospiele
  • Kleidung & Accessoires

Ausgenommen von der neuen Regelung seien lediglich Auslands- und Expresslieferungen.

Vorteil für den Kunden: Mehr Transparenz bei den Preisen.

Vorteil für eBay: Die anfallenden Gebühren beziehen sich auf den Gebotspreis – nicht auf die Versandkosten. Wenn die Versandkosten nun auf den Gebotspreis umgelegt werden, verdient eBay auch hier mit.

Und wer badets aus? Die Verkäufer – denn sie werden wohl in Zukunft ab und an auf Versandkosten sitzen bleiben.

zwei Esel – ein Ziel: Santiago de Compostela

Tim Moore: Zwei Esel auf dem JakobswegEin vollkommen atheistischer und unbekehrbarer Brite begibt sich mit einem französischen Esel auf den Jakobsweg nach Spanien. Was sich erst unglaubwürdig anhört, ist eine wahre Geschichte des (zugegeben leicht durchgeknallten) britischen Reiseliteraten Tim Moore, die er in seinem Buch Zwei Esel auf dem Jakobsweg niedergeschrieben hat.

Neugierig durch Heldengeschichten von Wallfahrten beschließt Moore, sich selbst auf den Jakobsweg zu begeben. Bevor seine Reise losgeht, absolviert er allerdings noch einen Schnellkurs in Sachen Eselhaltung und besorgt sich einen uralten Reiseführer über den Jakobsweg. An der Grenze zwischen Frankreich und Spanien ersteht er den Esel Shinto und läuft gemeinsam mit ihm optimistisch und voller Tatendrang los.

Doch schon an der ersten Brücke gibt es die ersten Probleme: Shinto hat Angst vor gebrechlich aussehenden Brücken und möchte partout nicht darüber laufen. Nach vergeblichem Bitten, Locken und Flehen sucht sich Moore einen anderen Weg, ohne den Fluss überqueren zu müssen. Allerdings ahnt er da noch nicht, dass es auf dem Jakobsweg nur so von Brücken wimmelt. Auch in den Refugios sorgt der Esel Shinto nicht immer für Begeisterung – besonders wenn er anfängt zu laut schreien. Und auch das Wetter zeigt auf den rund 800km durch Spaniens Norden die verschiedensten Launen. Ganz zu Schweigen von den teils langen und steilen Anstiegen, die bei brütender Hitze zu bewältigen sind. Und trotz aller Anstrengungen kommt der Humor im Buch nie zu kurz, wobei vor allem die Geschichten um Shinto für Pointen sorgen.

Im Laufe der Reise lernen sich Shinto und Moore immer besser kennen und werden dicke Freunde – was man sich zu Beginn des Buches kaum vorstellen kann. Und wie in fast allen Reisebüchern wird der Wanderer auch hier zum Pilger. Der Weg wird das Ziel.

Ein Vergleich mit Hape Kerkelings Ich bin dann mal weg… fällt mir nicht schwer: Im Gegensatz zu Moore ist Kerkelings Roman humorlos, flach, langweilig und enthält kaum Pointen (und wenn, dann sehr schwache). Auch die Philisophie der beiden Autoren ist grundverschieden: Während Moore ein sehr zäher Mensch ist und wirklich jede Anstrengung meistert, macht es sich Kerkeling einfach. Wenn Kerkeling keine Lust hat einen Berg zu besteigen, dann fährt er per Anhalter. Und Refugios (Herbergen) sind für unseren VIP sowieso unter aller Würde – für ihn muss es schon ein Hotel sein. Bei Kerkeling hatte ich von der ersten bis zur letzten Seite den Eindruck, dass es ihm nur darum geht den Jakobsweg irgendwie „abzuhaken“ und mit einem Buch Geld zu verdienen.

Fazit zu Moore: Britischer Humor der feinsten Sorte und 1000x besser als Kerkeling.

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